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Blutegeltherapie

Der medizinische Blutegel (Hirudo medicinalis) hat besondere Eigenschaften, die sich die Medizin zur Behandlung bestimmter Erkrankungen zunutze macht.

Bei einem Biss des Blutegels in die Haut, saugt das Tier nicht nur Gewebsflüssigkeit ein, sondern gibt auch ein Sekret in die Bissstelle ab, das gerinnungshemmende Stoffe enthält und damit das Blut verdünnt und die Fließeigenschaft des Blutes somit verbessert.

Für diesen Vorgang braucht der Blutegel gut eine Stunde. Deshalb muss der Patient mit einer Behandlungszeit von 1-2 Stunden rechnen. Nachdem der Egel seine Bissstelle ver­lassen hat, kann und soll es mehrere Stunden aus der kleinen Wunde bluten. Der Blutverlust ist für den Patienten nicht gefährlich, sondern ist im Gegenteil erwünscht, weil gestautes Blut und Gewebsgifte auf diesem Wege den Körper verlassen können. Daher ist diese sogenannte Ausleitungtherapie geeignet zur Vorbeugung von Venen­entzündungen, zur Behandlung von Blutergüssen und Krampfadern.

Auch bei Gelenkbeschwerden des Knies oder der Hände kann sich eine schmerz­lindernde Wirkung zeigen.